4.) Rodderberg (quartärer Vulkan)

Anfahrt von Norden aus Richtung Bonn: Auf der B9 durch Bad Godesberg durch, hinter Mehlem links abbiegen Richtung Niederbachem, gleich wieder links und gleich nochmal links auf die Hagenstrasse (L 123), dieser folgen bis Niederbachem, am Ortsanfang links in die Konrad-Adenauer-Straße (Wegweiser zur Reitanlage Broichhof), dann wieder links in die Vulkanstraße, dieser folgen bis zum Wanderparkplatz bei der Kapelle. Hier parken und nach Norden auf die Hügelkuppe gehen. Achtung: Es gibt auch in Bonn-Mehlem eine Vulkanstraße, diese ist es nicht!

Hinweis: Naturschutzgebiet, bitte die Wege nicht verlassen.

Geokoordinaten:  50°38’51.00‘‘ Nord, 7°11’22.57‘‘ Ost

Betreuer:  PD Dr. Thorsten Nagel, Nadine Conze, Florian Pohl


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Luftaufnahme Rooderberg
Abb. 1: Der Rodderberg-Krater mit dem von vulkanischer Asche und Schlacke aufgebauten Kraterwall, aus der Luft gesehen. Quelle: Archiv des Geographischen Instituts der Uni Bonn.

Auf dem Aussichtshügel und in der Nordgrube erhalten Sie einen Einblick in den Aufbau und die Geschichte des Rodderberg-Vulkans, eines „Außenpostens“ der Eifelvulkane am Stadtrand von Bonn. Anders als die 25 Millionen Jahre alten tertiären Vulkane des Siebengebirges entstand der Rodderberg in der jüngsten geologischen Vergangenheit, im Quartär vor weniger als 500 000 Jahren. Über Tage ist nur ein niedriger Wall von vulkanischem Aschen- und Schlackenmaterial aufgeschlossen, der eine abflusslose Kratersenke umgibt. Dennoch können an einigen Stellen vulkanische Prozesse anhand der Gesteine geradezu beispielhaft nachvollzogen werden. Die Rodderberg-Forschungsbohrung ist im Herbst und Winter 2011/2012 in die Tiefe des Kraterbodens vorgedrungen und hat eine 70 Meter dicke Kraterfüllung aus Lockersedimenten und darunter 90 Meter „Basalt“-Lava (genaugenommen Leuzit-Nephelinit-Lava) erbohrt. An diesem Stop erfahren sie interessante Dinge über den Rodderberg und seine Gesteine und genießen außerdem einen der schönsten Ausblicke auf Bonn und das Siebengebirge (vorausgesetzt, das Wetter stimmt).

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Abb. 2: Der Basaltgang in der Nordgrube (hellgrauer Streifen), umgeben von schwarzen Schlackebrocken. Foto: N. Froitzheim.

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Abb. 3: Die Grenze zwischen ockerfarbenem Löss (unten) und dunkelgrauer Vulkanasche (oben) markiert den Beginn des Vulkanausbruchs. Foto: N. Froitzheim