3.) Das Tal und die Tektonik - bei Schuld

Betreuer: Dr. Mario Valdivia‐Manchego, Dr. Sven‐Oliver Franz, Tina Geißler

Hinweis: Standort der Georallye ist der Punkt 9 des Geopfades Schuld

Link zum Geopfad Schuld: www.geopfad-schuld.de


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Bei Schuld ist durch das Einschneiden der Ahr der enge Faltenbau der devonischen Schichten besonders gut aufgeschlossen. An diesem Standpunkt möchten wir daher zwei Aspekte vor Ort erläutern:

  • Wenn Falten brechen ‐ der Faltenbau unter Extrembedingungen
  • Das Einschneiden der Ahr in den devonischen Untergrund ‐ wie hat sich das Tal durch tektonische Hebung und unter Einfluss des Klimas gebildet.

Der Faltenbau im Schiefergebirge ist nach NW geneigt, die Falten sind gekippt. Die kann man sich ähnlich wie der Faltenbau der unten gezeigten Speiseeislage vorstellen.


Abb. Vienea.

Von der flachen Uferwiese aus blickt man über die Ahr auf die gegenüberliegende Steilwand. Dort erkennt man zunächst stark verfaltete Schichten, erst nach einem genaueren Blick erkennt mann den Zusammenhang der Strukturen.


Abb. Wenn Falten brechen: Schichten

Durch seitliche Einengung verfaltetetn sich während der variszischen Orogenese die zuvor in einem marinen Becken abgelagerten devonischen Gesteine. Wenn durch die Faltung die Einengung nicht mehr kompensiert werden konnte, kam es zu Brüchen an den Faltenumbiegungen und diese wurden zerschert.


Abb. Wenn Falten brechen: Zerscherung

Seit dem Tertiär schneidet die Ahr sich in das hebende Schiefergebirge ein, dadurch konnte das Ahrtal entstehen.
Dies ist eine spannende Geschichte, die auch noch heute fortläuft. Wir werden an diesem Punkt der Georallye auf die Talbildung eingehen ‐ wie kam es zur Bildung des Mäanders um Schuld und zu der heutigen Landschaft im mittleren Ahrtal.