Anlaufstellen 2013 - Übersicht

Das Fazit der Georallye 2013:
Bei 11 Stops zwischen Kerpen (Eifel) und Sinzig wurden durch unsere 30 beteiligten "SteinmännerInnen" 1516 Besucher gezählt. Wir bedanken uns für das Interesse und hoffen, es hat Ihnen soviel Spaß wie uns bereitet.

Fotos der Georallye 2013


Bereits zum 12. Mal findet dieses Jahr die Georallye des Steinmann-Instituts der Uni Bonn statt, diesmal im Ahrtal und seiner Umgebung. Am Sonntag, 23.Juni, stehen von 10.00 bis 17.00 Uhr Geowissenschaftler des Steinmann-Instituts an teils berühmten, teils unbekannten geologischen Aufschlüssen bereit, um den Besuchern einen Einblick in die Erdgeschichte zu vermitteln.

Es gibt keine vorgeschriebene Reihenfolge und keine Notwendigkeit, alle Stops zu besuchen – wählen Sie aus, was Sie interessiert, und besuchen Sie uns am 23. Juni, mit dem Rad, dem Auto, der Ahrtalbahn oder zu Fuß!

Detaillierte Informationen zu den Stops mit Anfahrtsbeschreibung finden Sie an dieser Stelle ab Anfang Juni; hier zunächst ein Überblick.

Übersicht

Das Georallye-Team 2013

Die Stops der Georallye 2013

1. Seelilien und Korallen - der Weinberg bei Kerpen
(Dr. Rico Schellhorn, Jonina Strelow (M.Sc.))

Ein Teil der Eifellandschaft wird vom Kalkstein der „Eifelkalkmulden“ geprägt, die sich markant vom umliegenden Schiefergebirge abheben. Die Georallye besucht den Weinberg, einen stillgelegten Steinbruch bei Kerpen. Die verschiedensten Riffbauer und –bewohner sind hier als Fossilien zu sehen - geradezu frisch angesichts ihres Alters von etwa 390 Millionen Jahren.

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2. Glück auf! - Roteisenerz in Hammermühle
(Dr. Georg Heumann)


Schon vor der Römerzeit wurde hier Eisen hergestellt. Die Grundlage ist ein Sedimentgestein mit Erzkügelchen und vererzten Schalentrümmern, das am Ende des Unterdevons abgelagert wurde.


Foto: N. Froitzheim /Uni Bonn

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3. Das Tal und die Tektonik - bei Schuld
(Dr. Mario Valdivia-Manchego, Dr. Sven-Oliver Franz, Tina Geißler)


Foto: Paläontologie/Uni Bonn

Bei Schuld hat die Ahr ihr Tal mäanderartig in das gefaltete Grundgebirge eingeschnitten. Die Gegend zeigt beispielhaft sowohl den Faltenbau als auch die Prozesse der Taleinschneidung.

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4. Felsklippe im Hügelmeer -  die Teufelsley bei Hönnigen
(Johannes Rink, Philipp Nell)


Foto: N.Froitzheim/Uni Bonn

In einer Verwerfung des Grundgebirges kristallisierte Quarz aus kieselsäurehaltigen Lösungen. Bei der Bewegung der Verwerfung wurde er wiederholt zertrümmert und neu verfestigt. So entstand ein eigenartiges, hartes Quarzgestein, das heute durch die Abtragung des umgebenden Gesteins als Felsklippe aufragt.

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5. Ideal und Wirklichkeit einer Falte - die Cloosfalte in Altenburg
(Frederik Kirst)


Foto: N. Froitzheim/Uni Bonn, Zeichnung: Hans Cloos

Die Falte von Altenburg entstand bei der variszischen Gebirgsbildung vor ca. 300 Millionen Jahren aus Sand- und Tonstein der Devonzeit. Durch die idealisierte Zeichnung des Bonner Geologen Hans Cloos fand sie den Weg in viele Lehrbücher. Die Strukturen in der Falte, vor allem die geknickten Quarzgänge, geben immer noch Rätsel auf.

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6. Einer der schönsten in der Eifel -  Abstecher zum Bausenberg
(Carolina Rosca, Moritz Lissner)


Foto: www.planeterde.de

Er liegt zwar nicht im Ahrtal, aber ganz in der Nähe: Der Bausenberg bei Niederzissen. Als junger Vulkan aus der Quartärzeit hat er noch die typische Vulkanform. Am Kraterrand sieht man die Schlacke, die als feurige Lavafetzen aus dem Schlot ausgeworfen wurde.

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7. Die Säulen der Erde - Basalt auf der Landskrone
(Dr. Renate Schumacher und das Team des Mineralogischen Museums)



Foto: R. Schumacher/ Uni Bonn

Die Landskrone bei Heppingen ist der Stumpf eines Vulkans aus der Tertiärzeit. Hier erfahren die Besucher, wie Basaltsäulen entstehen und was das Basaltmagma an Mineralen und Gesteinsbrocken aus der Tiefe des Erdmantels mitgebracht hat.

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8. Der Meeresboden von unten gesehen - Siegener Schichten am Fuß der Landskrone
(Prof. Dr. Niko Froitzheim, PD Dr. Thorsten Nagel)


Foto: N. Froitzheim/ Uni Bonn

In einem Flussdelta der Devonzeit wurden Schlammschichten abgelagert, zu Stein umgewandelt und viele Millionen Jahre später durch Faltung verbogen und steilgestellt. Als die Ahr sich ins Gebirge einschnitt, wurde die Unterseite einer solchen Schicht freigelegt. Sie zeigt unter anderem eine rätselhafte Schleifspur, die sich in den noch weichen Schlamm eingegraben hatte.

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9. In die Tiefe horchen: Geophysikalische Sondierung in der Talaue bei Bad Bodendorf
(Jana Schierjott, Mona Budde, Stephanie Ludwig)


Abb.: A. Kemna 2008

Wie man mit geophysikalischen Verfahren den Untergrund sondiert, ohne graben oder bohren zu müssen, demonstrieren Geophysiker in der Talaue bei Bodendorf. Voraussichtlich wird Georadar zum Einsatz kommen. Die Abbildung zeigt ein Georadar-Profil aus der Niederrheinischen Bucht. Man darf gespannt sein, was der Untergrund in Bodendorf preisgibt!

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10. Vom Winde verweht - Löss aus der letzten Eiszeit am Schwalbenberg bei Remagen
(Dr. Thomas Tütken, Jan Stiasny)


Foto: N. Froitzheim/ Uni Bonn

Löss ist Staub, der in Kaltzeiten aus vegetationslosen Flächen ausgeweht und an anderen Orten abgelagert wird. Lösswände wie die am Schwalbenberg bei Remagen erlauben die Rekonstruktion der Klimaentwicklung; so werden wärmere Phasen durch bräunlich verfärbte Bodenhorizonte überliefert. Hier gibt es Löss zum Anfassen, sogar mit kleinen, fossilen Schnecken.

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11. Die bunte Welt der Rheingerölle - an der Mündung der Ahr in den Rhein
(Prof. Dr. Martin Langer)


Foto: M.Langer/ Uni Bonn

Unscheinbar nur auf den ersten Blick, offenbaren die Flusskiesel dem Kenner ihre Herkunft und geologische Geschichte. Experten aus dem Steinmann-Institut erklären und zeigen den Besuchern, was die Gerölle verraten .
 
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