1.) Das Goldfuß-Museum der Universität Bonn: Millionen Jahre alte Zeugen vergangenen Lebens

Wo: Goldfuß-Museum, Nussallee 8, Bonn-Poppelsdorf.
Vom Hbf die Meckenheimer Allee Richtung Venusberg, nach ca. 1 km rechts einbiegen in die Nussallee 8

Geokoordinaten:  -

Betreuer:  Dr. Carole Gee, Benny Englich, Svenja Schmid, Philipp Knaus, Dr. Sandra Kaiser


Größere Karte anzeigen


Führungen durch das Goldfuß-Museum und ggf. mit Blick hinter die Kulissen am 24. 06. 2012 um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr

Außenansicht Goldfußmuseum

Abb: Außenansicht Goldfuß-Museum. Photo: G.Oleschinski


Im Goldfuß-Museum des Steinmann-Institutes für Geologie, Mineralogie und Paläontologie wird die Geschichte des Lebens auf der Erde mit prachtvollen Fossilien aus aller Welt erzählt. Das Museum präsentiert Fossilien aus der ganzen Welt und allen erdgeschichtlichen Epochen als die Zeugnisse für die milliarden Jahre alte Geschichte des Lebens auf der Erde. Auch Saurier kommen unter den versteinerten Meerestieren und Pflanzen nicht zu kurz. So ist zum Beispiel der Lebenszyklus der Fischsaurier durch Funde vom Baby über Jungtiere bis zum schwangeren Muttertier dokumentiert, bei Kindern ist vor allem der Schädel des Tyrannosaurus rex sehr populär.

Tyrannosaurus Rex

Abb.: Abguß Tyrannosaurus Rex


Im modernen Teil des Museums, in dem die Paläontologie – im Volksmund „Fossilienkunde“ – als wissenschaftliches Fach präsentiert wird, wird gezeigt, was Fossilien sind, wie man sie findet, wie man sie bearbeitet und warum sie wissenschaftlich so wertvoll sind. Frei montierte Skelette von Meeressauriern, wie der Fischsaurier Ophthalmosaurus aus der Jurazeit und ein lebensgrosses Modell eines erdgeschichtlich noch älteren Süsswasserhaies „schwimmen“ über den Köpfen der Besucher. In dieser kürzlich wiedereröffneten Dauerausstellung wird zum einen die biologische Seite der Paläontologie zum Thema gemacht, z.B. die Bedeutung von Fossilien für die Erforschung der Evolution. Zum anderen werden geologische Themen erörtert, z.B. wie Fossilien die Rekonstruktion des Klimas der Vergangenheit ermöglichen. Aber auch die Arbeitsweise der Fossilienforscher wird veranschaulicht.

Ammonitenvitrine, Seepocke (o.rechts), Melanopsis(u.rechts). Fotos: G. Oleschinski


Die Systematische Sammlung im hinteren Saal ist in einem original erhaltenen Ambiente zu sehen. In diesem „Museum im Museum“ stammen Montage und Beschriftung der Fossilien – wie auch die Vitrinen – aus dem Jahr 1910. Diese „altmodische“ Präsentation bringt besonders die ästhetische Seite der Fossilien zur Geltung, und die unglaubliche Formenfülle von Pflanzen, Wirbellosen und Wirbeltieren soll den Besucher faszinieren.
In den Ausstellungsräumen ist aber nur ein Bruchteil der Sammlungen des Goldfuß-Museums zu sehen; der größte Teil liegt in Magazinen und steht den Dozenten und Studenten der Universität für Forschung und Lehre zur Verfügung. Außerdem kommen öfter Paläontologen aus aller Welt nach Bonn, um Fossilien in den Sammlungen zu untersuchen. Besonders nachgefragt werden die Belegstücke zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen, z.B. der Petrefacta Germaniae, dem epochalen Werk von Goldfuß. Die wissenschaftlichen Sammlungen wachsen weiterhin kräftig durch die Forschungsarbeiten des Institutes und durch Schenkungen und Nachlässe. Das Goldfuß-Museum gehört mit seinen Sammlungen heute zu den wichtigsten paläontologischen Museen an deutschen Universitäten.
Das Museum ist für die Öffentlichkeit montags bis freitags von 9 Uhr bis 16 Uhr und am Sonntag von 13 bis 17 Uhr zugänglich. An Feiertagen, die nicht auf einen Sonntag fallen, bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt ist frei, so dass man sich in Ruhe in die paläontologische Welt vertiefen kann, denn man kann immer wieder kommen und „stöbern“. Gruppenführungen im Museum werden gegen Gebühr durchgeführt . Aktuelles über das Goldfuß-Museum, inklusive des Fossils des Monats, sind im Internet auf der Homepage unter www.paleontology.uni-bonn.de zu finden.