Geschichte der Bonner Georallye

 


Georallye Team 2010

Georallye-Team 2010

 
Vorab-Informationen:

Aus den früheren Georallye-Veranstaltungen ist das Buch „Georallye – Spurensuche zur Erd-geschichte“ (Bouvier Verlag – 15,90 €) von Wighart v. Koenigswald und Klaus-Frank Simon zusammengestellt worden. Dort finden Sie Übersichten, die Ihnen den erdgeschichtlichen Rahmen erläutern. Dazu werden Detailinformationen zu 66 Infopunkten gegeben. Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich. Bei der Georallye 2009 sollen mehrere dieser Punkte – nicht alle und nicht nur diese – in der Nordeifel zwischen Altenahr und Mechernich gezeigt werden.

 
Besucher
Die Geschichte der Bonner Georallye

Die Bonner Georallye wurde das erste Mal 2002 zum Jahr der Geowissenschaften veranstaltet. Die Dozenten der Geo-wissenschaften wollten möglichst vielen Menschen die erdgeschichtlichen Besonderheiten der Region zeigen. Viele Zeugnisse der Erdgeschichte sind nämlich in der Landschaft vorzüglich sichtbar. Überall dort, wo das Gestein des Unter-grundes zu sehen ist, teilt sich die Erd-geschichte mit. Wenn man einmal darauf hingewiesen wurde, in Felsen die Schichten, die Säulen des Basalts oder einen Quarzgang als Zeugen der Vergangenheit zu sehen, betrachtet man eine Landschaft ganz anders und freut sich umso mehr an ihrem Reichtum. Üblicherweise werden geologische Führungen im Gelände als Exkursionen durchgeführt, bei denen die Teilnehmer in Bussen zusammen mit den Führern von Ort zu Ort gebracht werden. Die Idee der Georallye sollte diese traditionelle Vorgehensweise umkehren.

Unsere Konzeption war, dass sich Dozenten und Studenten aus den Geowissenschaften an einem festgelegten Sonntag an interessanten Punkten, die in der Presse bekannt gemacht werden, postieren sollten, um allen vorbeikommenden Interessierten, die erdgeschichtlichen Zusammenhänge zu erläutern. – Es war nicht vorauszusehen, mit wie vielen Besuchern zu rechnen sei, weil keine Anmeldungen erforderlich waren. Bei der ersten Georallye im Jahr 2002 fiel der ausgewählte Sonntag mit dem Endspiel der Fußballweltmeisterschaft zusammen, für das sich die deutsche Mannschaft qualifiziert hatte. Unsere Erwartungen waren sehr gemischt! – Aber die Besucher strömten herbei: Wanderer, Fossiliensammler, Familien mit Kindern, mit und ohne Hund, die Bewohner der umliegenden Dörfer. Manche kamen zufällig vorbei, andere hatten sich zuvor informiert. Alle staunten, wie augenfällig sich die Erdgeschichte einer ihnen bekannten Landschaft darstellte. Am Abend konnten wir abschätzen, dass die 15 Punkte dieser ersten Georallye von weit mehr als 2000 Besuchern aufgesucht worden waren. Das ermunterte uns, in den Folgejahren die Georallye mit einem anderen regionalen Schwerpunkt zu wiederholen, stets intensiv unterstützt durch die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Universität Bonn und den Bonner General-Anzeiger.

 
Die Zielgebiete waren:
2002 – Rheintal, Unteres Ahrtal und Laacher See
2003 – Sötenicher Mulde und Mechernich
2004 – Siebengebirge
2005 – Bonner Stadtgebiet und nähere Umgebung
2006 – Oberes Ahrtal und Hillesheimer Mulde
2007 – Das Rheintal zwischen Bonn und Neuwied
2008 – Bergisches Land
2009 – Nordeifel
2010 – Zwischen Ahr und Mosel